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„Kirche neu denken“ - Gemeindeversammlung in Sankt Margareta - Stieldorf

Zum 01.01.2029 sollen die 16 Gemeinden der Pastoralen Einheit Siebengebirge zu einer Pfarrei fusionieren. Was bedeutet das für die Gemeinde in Stieldorf? Was möchten die Menschen hier im Ort? Theresa Krämer, Theologin und Erlebnispädagogin, und auch selbst Gemeindemitglied in Sankt Margareta führte durch die Abendveranstaltung.
Datum:
25. Sept. 2026

Was bewegt die Menschen, wenn sie hören, dass ihre Gemeinde mit 15 weiteren Gemeinden zu einer großen Pfarrei fusionieren soll? Welche Fragen sind offen? Gibt es Betroffenheit und Ängste? Steckt man nun den Kopt in den Sand oder nimmt man den Prozeß des Zusammenfindens als Chance wahr?

Mehr als 50 Menschen waren der Einladung in den Pfarrsaal gefolgt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Theresa Krämer, die den Abend moderierte, erläuterte Burkard Severin, der Vorsitzende des Pfargemeinderates Königswinter - Am Oelberg, wie der aktuelle Stand des Prozesses "ZUSAMMENFINDEN" ist, was jetzt wichtig ist und wie der Weg in die Zukunft aussehen könnte.

Viele Entscheidungen müssen in den nächsten Monaten getroffen werden. Welche der 16 Pfarrkirchen wir die neue Pfarrkirche? Wo wird der zentrale Versammlungsort und der Verwaltungsstandort sein? Welche Gebäude können zukünftig wie genutzt werden? Was ist der pastorale Schwerpunkt in der neuen großen Pfarrei? Und vieles mehr...

Nach den Richlinien des Erzbistums Köln wurde auch in unserer Pastoralen Einheit Siebengebirge ein sog. Koordinierungsteam gebildet, das den Entwicklungsprozess hin zu neuen und klaren Verantwortungsstrukturen auf Ebene der Pastoralen Einheit steuert. Neben dem leitenden Pfarrer Markus Hoitz gehören die Vorsitzenden der drei Pfarrgemeinderäte Burkard Severin (Königswinter - Am Oelberg), Thomas Krüggeler (Königswinter-Tal) und Ursula Maur (Bad Honnef) sowie die stellvertretenden geschäftsführenden Vorsitzenden der Kirchengemeindeverbände Klaus Hübenthal (Königswinter - Am Oelberg), Thomas Schwarz (Königswinter-Tal), Marie-Jose Püllen (Honnef) und Petra Bauer (Unkel), Pfarrvikar Andreas Arend und Gemeindereferentin Chantal Erdmann als Angehörige des Seelsorgeteams sowie Verwaltungsleitung Sabine Langhammer  dazu und bilden das Koordinierungsteam. Die Aufgabe dieses Teams ist die Schaffung der notwendigen Verantwortungsstrukturen in der neuen Pastoralen Einheit, so dass  die mit dem Fusionsprozeß verbundenen pastoralen sowie administrativen Entwicklungsaufgaben umgesetzt werden können. 

Neben dem Koordinierungsteam wurde ein Verwaltungsausschuss gegründet. Hier haben sich die Finanzfachleute der einzelen Pfarreiengemeinschaften gefunden. Zu den Aufgaben dieses Ausschusses gehört eine Potenzialanalyse der kirchlichen Gebäude, und darauf basierend ein Vorschlag für die zentrale Pfarrkirche, den zentralen Sitz der Verwaltung und der Versammlungstätten. Aber auch die Findung eines gerechten Schlüssels zur Verteiling der Kirchensteuereinnahmen ist eine Aufgabe dieses Gremiums. Dem Verwaltungsausschuss gehören neben dem leitenden Pfarrer Markus Hoitz und der Varwaltungsleitung Sabine Langhammer Carina Henseler-Leven und Achim Gilles (Königswinter - Am Oelberg), Thomas Schwarz (KGV Königswinter-Tal), Rupert Karrenbauer und Markus Neudecker (KGV Bad Honnef) und Clemens von Weichs (KGV Unkel) an.

Ein weiterer Ausschuss zur Pastoralen Schwerpunktfindung wird sich in den nächsten Wochen konstituieren. Hier werden die Mitglieder der drei Pfarrgemeinderäte Königswinter - Am Oelberg, Königswinter-Tal und Bad Honnef gemeinsam mit Vertretern des Seelsorgeteams eine pastorale Konzeption für die neue Pfarrei eintwickeln. Im Kirchengemeindeverband Unkel gibt es aktuell keinen Pfarrgemeinderat.

Was ist konkret nötig, damit Gemeindeleben vor Ort weiter aktiv gelebt werden kann?
1. Selbstorganisation in der Gemeinde ohne Priester - wo Menschen sind, da ist Kirche
2. Räume und finanzielle Mittel für die Menschen, damit Kirche stattfinden kann
3. Gemeindeteams, die so ausgestattet sind, dass sie das kirchliche Leben vor Ort aktiv leiten und gestalten können

Markus Hoitz gab den Anwesenden Beispiele wie ein solcher Prozess ablaufen kann. Nachdem die Rahmenbedingungen besprochen waren, wurde es für die Anwesenden konkret... was können die Menschen in Stieldorf auf die Beine stellen? Was brauchen Sie? Angeregt durch die Moderation von Theresa Krämer diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander und entwickleten Ideen für die Zukunft. Diese Ideen wurden auf Karten notiert und Schwerpunkte für die Umsetzung definiert.

Nach zwei Stunden mit regem Austausch und guten Gesprächen gingen die Menschen in einer Aufbruchsstimmung nach Hause. Theresa Krämer, die mit dem Besuch und Ablauf der Veranstaltung zufrieden war, versprach die Menschen, die sich zur Zusammenarbeit vor Ort bereit erklärt haben auf diesem Weg zu unterstützen.