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Gründonnerstag in unseren Gemeinden

Gründonnerstag ist ein besonderer Tag im Kirchenjahr: Er erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und eröffnet die Feier der österlichen Tage. An diesem Abend stehen Gemeinschaft, Dankbarkeit und die Zeichen von Brot und Wein im Mittelpunkt – Zeichen für die bleibende Gegenwart Christi und seine Hingabe an die Menschen.
Datum:
3. Apr. 2026

Gründonnerstasg - das letzte Abendmahl

Auch in den Gemeinden unseres Sendungsraumes wird Gründonnerstag auf vielfältige Weise begangen. Festliche Gottesdienste mit Abendmahlsfeier laden dazu ein, sich bewusst in die Zeit zu Jesu Tod hineinzuversetzen. Dabei wird – wie es für diesen Tag besonders passend ist – häufig die Kommunion unter beiderlei Gestalt gereicht, also nicht nur das gewandelte Brot (die Hostie - der Leib Christi), sondern auch der gewandelte Wein (das Blut Christi). So haben wir die Möglichkeit Christus als Leib und Blut in den Zeichen, wie Jesus sie selbst beim letzten Abendmahl gereicht hat, anzunehmen. Diese Form bringt die volle Zeichenhaftigkeit des eucharistischen Mahles besonders deutlich zum Ausdruck und lässt die Gemeinschaft am Tisch des Herrn intensiver erfahrbar werden.

Zugleich trägt die Liturgie dieses Abends eine eigene, besondere Spannung in sich: Sie endet ungewöhnlich still und „unvollendet“. Dem Gottesdienst fehlt der Schlusssegen. Der Gottesdienst bleibt bewusst offen.

Warum gibt es keinen Schlusssegen?

Diese Offenheit ist kein Zufall: Sie ist die liturgische Brücke hinüber zum Karfreitag. Denn die Feier des Gründonnerstags ist kein abgeschlossener Gottesdienst, sondern der Beginn eines einzigen großen Geschehens – der „drei heiligen Tage“ von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu. Diese Zeit nennen wir auch das "Triduum Sacrum". So gehen wir als Gemeinde weiter mit Christus: vom Mahl am Abend hinein in die Nacht des Ölbergs und auf den Weg des Kreuzes.

Und wie geht es weiter? 

Nach der Feier wird das Allerheiligste in einer kleinen Prozession an einen anderen Ort übertragen, der Altar wird entblößt, die Kirche wirkt leer und karg. In Ittenbach übernehmen die Ministranten das Leerräumen der Kirche. 

 

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