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Thomasberg Heisterbacherrott Thomasberg Heisterbacherrott

Sankt Joseph und Judas Thaddäus
Thomasberg/Heisterbacherrott

Thomasberg Heisterbacherrott

Unsere Pfarrgemeinde Sankt Joseph und Judas Thaddäus in Thomasberg und Heisterbacherrott besteht aus den beiden zusammengewachsenen Orten Thomasberg und Heisterbacherrott.

Ursprünglich gehörten die Weiler der „Strüch“, die seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg zum Ort Thomasberg zusammengefasst wurden, zum Kirchspiel von Oberpleis. Nach dem Bau der Kirche Sankt Joseph im Jahre 1950 entstand die neue gleichnamige Pfarrgemeinde. Der kleine Ort Heisterbacherrott gehörte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kirchlich zu Niederdollendorf, hatte aber mit der Nikolauskapelle, Königswinters ältestem Gotteshaus, schon sehr früh einen eigenen Gottesdienstort.

Der Grundstein der Kirche Sankt Judas Thaddäus wurde 1890 gelegt. Das aus Niederdollendorf stammende Bild des heiligen Judas Thaddäus wurde bald zum Grund für die Wallfahrt vieler Pilger aus der näheren Umgebung.

Nachdem in Thomasberg und Heisterbacherrott nur noch ein Pfarrer tätig war und die Orte von der Bebauung mehr und mehr zusammenwuchsen, beschlossen die Gremien im Jahre 1998 die Fusion der beiden Gemeinden - Sankt Joseph wurde dabei Pfarrkirche, Sankt Judas Thaddäus blieb Wallfahrtskirche.

Eine kleine Chronik zu Thomasberg / Heisterbacherrott

Die Pfarrgemeinde St. Joseph und St. Judas Thaddäus wurde zum 1.1.1999 als fusionierte Pfarrei errichtet. Dies geschah auf Initiative von Pfarrer Paul Woelki und der Pfarrgemeinderäte beider bis dahin eigenständigen Pfarrgemeinden. Pfarrer Woelki war bereits seit 1980 Pfarrer von Thomasberg und 1984 Pfarrer von Heisterbacherrott.

Daher ist die Geschichte der Pfarrgemeinde in dieser Form noch sehr jung und kurz.

Seit 2003 gehörte die fusionierte Gemeinde zunächst zum Pfarrverband Königswinter Am Oelberg. Im Jahr 2005 ging Pfarrer Woelki in den Ruhestand und Pfarrer Udo Maria Schiffers, bis dahin nur Pfarrer in Ittenbach, übernahm zusätzlich auch die Pfarrgemeinde St. Joseph und St. Judas Thaddäus. Ebenfalls im Jahr 2005 wurde Udo Casel zum Diakon für den Pfarrverband ernannt und zog im Sommer ins Pfarrhaus nach Thomasberg. Seine Aufgabe bestand zunächst schwerpunktmäßig in der Seelsorge in Thomasberg und Heisterbacherrott.

Im Rahmen des bistumsweiten Sparprogramms „Zukunft heute“ musste die Gemeinde das Pfarrheim in Heisterbacherrott und den Kath. Kindergarten aufgeben. Um auch weiterhin einen Treffpunkt in Heisterbacherrott zu erhalten wurde im Jahr 2007 der Thaddäustreff an das Pfarrhaus in Heisterbacherrott angebaut.

Im Jahr 2008 wurde aus dem Pfarrverband die Pfarreiengemeinschaft. Ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat und eine Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbands wurden gewählt. Für die Ortsebene blieb der Kirchenvorstand zunächste erhalten. Für das pfarrliche Leben wurde ein Ortsausschuss installiert.

Im März 2014 ging Pfarrer Schiffers in den Ruhestand. Im August trat Pfarrer Markus Hoitz seine Nachfolge an. 

St. Joseph in Thomasberg

Im Jahre 1950 wurde der moderne und schlichte Kirchbau fertig gestellt und der Gemeinde für den Gottesdienst übergeben. Drei Jahre später wurde sie Pfarrkirche. Bis dahin gehörte Thomasberg zur Pfarrei Oberpleis. Schon in den 60er Jahren, als die Bevölkerungszahlen stark anstiegen, wurde die Kirche erweitert und umgestaltet.  Seit dem Abschluss der Erweiterungsarbeiten 1967 bietet sie 224 Plätze in Bänken und zusätzlich nochmal 50 bis 100 Plätze auf Stühlen und weitere 70 Sitzplätze auf der Orgelempore. Im Jahr 1987 erfolgte die letzte Renovierung. Der letzte Anstrich wurde im Jahr 2009 aufgetragen.

Ein zeitgenössischer Künstler fertigte 1987 das imposante Kreuz auf der Stirnwand sowie dazu passend den Osterleuchter und den Kreuzweg aus Bronze. Der Thomasberger Bildhauer Peter Otto schuf die hölzerne Statue des Pfarrpatrons St. Joseph.

Bemerkenswert ist auch die im Jahr 1998 fertig gestellte 18 Register starke Klais-Orgel, die mit großer Selbstbeteiligung der Gemeinde finanziert wurde.

Seit dem Jahr 2008 wird von Ostern bis Fronleichnam ein besonderer Schmuck aus Tüchern, Strahlern und Kerzensteinen nach dem Vorbild der Versöhnungskirche in Taizé an der Stirnwand errichtet und sorgt in dieser besonderen liturgischen Zeit für eine ganz spezielle Atmosphäre.

Die Kirche ist geöffnet zum Gebet sonntags bis freitags von 9:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Zu finden ist die St. Joseph-Kirche unter der Adresse Am Kirchplatz 12, 53639 Königswinter

St. Judas Thaddäus in Heisterbacherrott

Im Jahre 1892 wurde die heutige Wallfahrtskirche als Pfarrkirche von Heisterbacherrott in neugotischen Stil fertiggestellt.

Im Jahre 1896 wurde ein Ölgemälde des Pfarrpatrons Judas Thaddäus von Niederdollendorf hierhergebracht. Im Laufe der Zeit knieten immer mehr Gläubige vor dem Bild nieder und suchten Trost. Eine Frau Finette aus Bad Godesberg pilgerte 1921 aus Dank für eine genesene doppelte Lungenentzündung das erste Mal nach hier. Immer mehr Bekannte schlossen sich ihr bei ihren monatlichen Pilgergängen an. 1931 nahm die Wallfahrt in wenigen Jahren großen Aufschwung. Trotz Schwierigkeiten, den man den Pilgern in den Jahren der Hitlerzeit machte, stieg die Zahl der Wallfahrer ständig.

1965 wurde die Judas-Thaddäus-Kapelle angebaut. Die Säulen und den Steinbogen des ehemaligen Portals verwendete man als Umrahmung der Nische, in der heute das Bild des Judas Thaddäus steht.

Mit der Wallfahrtskapelle stehen seither 258 Plätze in Kirchenbänken und weitere 40 auf Stühlen zur Verfügung. Die Orgelempore bietet weitere 20 Plätze.

1988 kam es zu einer Überprüfung der Bausubstanz. Es stellten sich schwer wiegende Fehler im Deckengewölbe heraus. Das gesamte Deckengewölbe musste entfernt und neu eingebaut werden. Auch das gesamte Außenmauerwerk wurde überarbeitet.

Im Jahr 1999 wurde mit der Fusion der Pfarrgemeinden von Thomasberg und Heisterbacherrott die St. Judas Thaddäus-Kirche Wallfahrtskirche und die Thomasberger Kirche zur gemeinsamen Pfarrkirche.

Die Wallfahrtskapelle ist montags bis samstags geöffnet von 9:00 bis 17:00 Uhr. Samstags, sonntags und an Feiertagen ist sie von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Von der Wallfahrtskapelle ist die ganze Kirche durch eine Glastür einsehbar.

Die genaue Adresse der St. Judas-Thaddäus-Wallfahrtskirche lautet: Dollendorfer Straße 395, 53639 Königswinter

Die Wallfahrtskapelle ist montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Samstags, sonntags und an Feiertagen ist sie von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. 

Die Nikolauskapelle in Heisterbacherrotthalts

Die Nikolauskapelle stammt aus der Gründerzeit des Klosters Schwarzrheindorf. Ursprünglich war sie dem hl. Markus geweiht. Nach den Beschädigungen durch den 30 jährigen Krieg wurde sie 1676 wieder hergerichtet und dem damaligen Barockstil angepasst, was eine Veränderung des Gebäudes mit sich zog. Bis zur Säkularisation waren Kapelle und Fronhof ( heute Haus Schlesien) immer im Eigentum des Klosters, nie im Eigentum von Kloster Heisterbach. Hiernach gingen beide in Staatseigentum über.

Mit Einführung eines eigenen Rektors 1866 kamen Bestrebungen in Gang, eine neue Kirche zu bauen. Die Kapelle war aber mittlerweile in einem derartig schlechten Zustand, dass zu diesem Zeitpunkt die Empore erneuert werden musste.

Mit Fertigstellung der neuen Kirche 1892 wurde die Kapelle fast zwanzig Jahre nicht mehr genutzt. 1904 wurden Grund und Boden sowie Gebäude als Eigentum der Kirche ins Grundbuch eingetragen. Nicht berücksichtigt wurde hierbei ein Wegerecht zur Kapelle zu sichern, wodurch es immer wieder zu Unstimmigkeiten mit den jeweiligen Pächtern oder Eigentümern des Fronhofes kam. Erst kurz vor der Gebietsreform 1969 konnte von der damaligen Gemeinde Heisterbacherrott noch eingeleitet werden, dass die Fläche um die Kapelle zum Anlegen des heutigen Bürgerparks angekauft wurde. Hierdurch wurde die Kapelle zugänglich.

Obwohl jetzt im Eigentum der Kirche begann der neue Eigentümer des Fronhofes – ein Herr Lepper- die Kapelle als Familiengruft umzubauen, die aber nie fertig gestellt wurde. Die so entkernte Kapelle diente jahrlang dem Fronhof als Materiallager. Die herausgerissenen Fußbodenplatten waren bei der Umgestaltung des Fronhofes im Kuhstall verlegt worden. Erst 1933, durch den persönlichen Einsatz des damaligen Rektor Helten ist die Kapelle von Grund auf renoviert worden, wobei auch der heutige Altartisch erstellt wurde.

Zweiundzwanzig Jahre später erfolgten wieder Restaurierungsarbeiten. In dieser dreijährigen Bauphase von 1973 bis 76 wurde das gesamte Gebäude mit Dach saniert.

1955 erfolgte eine notdürftige Sanierung. Die hierbei erneuerten einfachen Glasfenster sind dann bei der umfangreichen Sanierung 73/76 durch die heutigen Buntglasfenster, Entwurf Paul Weickmann Leverkusen, ersetzt worden. Die Motive sind der hiesigen Landschaft angepasst. Der Leitgedanke hierfür: „Die ganze Natur lobe den Herrn“ . Auch wurde die Idee von Stephan Zylka (Heimatverein Heisterbacherrott) verwirklicht, für das nördliche Fenster im Altarraum den Monolith, der einzelne Felsen auf dem Stenzelberg, zu wählen.

Weil sich immer wieder Feuchtigkeitsschäden in den unteren Wandbereichen zeigten, erfolgte 1986 eine Außenfundamentisolierung aber nur bis zu einer Tiefe von 60 cm sowie eine für die damalige Zeit ordnungsgemäße Drainage und 1987 eine zusätzliche Zwangsbelüftung.

Bedingt durch wieder auftretende Feuchtigkeitsmerkmale im unteren Wandbereich erfolgte 2006-07 im ersten Bauabschnitt die Erneuerung des Innenputzes bis zu einer Höhe von ca. 3 m. und 2008 im zweiten Bauabschnitt eine Fundamentsanierung verbunden mit einer neuen Drainage. Gesamtkosten 132.000,- € Diese Kosten sind vom Erzbistum Köln, Deutscher Denkmalverein, Förderverein Nikolauskapelle und der Pfarrgemeinde getragen worden. 2009 erfolgten die restlichen Arbeiten wie Innen- und Außenanstrich. Im Sommer 2010 stiftete der Verein der Freunde und Förderer der Nikolauskapelle bei der Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheid eine Glocke.

Das Bild über dem Altar stellt den hl. Nikolaus von Myra dar. Das Bild entspricht genau dem Stahlstich einer Künstlergruppe des 19. Jahrhunderts an der Düsseldorfer Kunstakademie, dem Verein zur Verbreitung religiöser Bilder, dem auch der Maler Franz Ittenbach aus Königswinter angehörte.

Das alte Wegkreuz auf der Westseite der Kapelle ist erst 1974 aus Sicherheitsgründen nach hier umgesetzt worden. Es stand ursprünglich an der Einfriedungsmauer des Fronhofes auf der Petrusstraße und wurde von dem Pächter des Fronhofes Wilhelm Contzen und seiner Frau Elsgen 1663 errichtet.

Text und Bilder stellte Winfried Görres zur Verfügung.

Der Verein der Freunde und  Förderer der Nikolauskapelle bemüht sich hervorragend um den Erhalt der Nikolauskapelle.