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Ittenbach Ittenbach

Zur Schmerzhaften Mutter - Ittenbach

Ittenbach

... ursprünglich IDUBAG genannt, ist eine alte fränkische Ansiedlung, die erstmals geschichtlich im Jahr 922 in einer Grundbesitzbestätigung des Kölner Erzbischofs Hermann I. an die vereinigten Nonnen von Gerresheim und Sankt Ursula in Köln erwähnt wurde.

Heute ist Ittenbach mit den umliegenden Ortsteilen Döttscheid, Gräfenhohn, Hüscheid und der Margaretenhöhe ein Stadtteil von Königswinter. 

Etwa 1.400 katholische Christen leben in Ittenbach.

Die Pfarrgemeinde "Zur Schmerzhaften Mutter" in Ittenbach ist Teil der Pfarreiengemeinschaft Königswinter - Am Oelberg. Sie gehört dem Sendungsraum Königswinter und der Pastoralen Einheit Siebengebirge im Erzbistum Köln an.

Die Pfarrkirche von Ittenbach - zentral im Ortskern gelegen - ist der Gottesmutter Maria geweiht. 1660 erbauten die Einwohner eine Kapelle mit Steinen der Burgruine vom Drachenfels. 1827 musste die kleine Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1833 wurde mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen. Die Fertigstellung erfolgte 1839. 1943 – 82, als Heinrich Hambüchen als Pfarrer in Ittenbach tätig war, erlebte die Pfarrei eine Hochblüte. Ittenbach entwickelte sich zu einem kleinen Wallfahrtsort. Das Wallfahrtsbild zur „Mutter der Vermissten“ schuf 1946 die Ursulinenschwester Mutter Coelestine, die mit bürgerlchem Namen Klara Hambüchen hieß und eine Schwester des Pfarrers war.

Doch nun der Reihe nach...

Bis 1667 war Ittenbach eine Filiale von Königswinter, 1660 erbauten die Einwohner eine Kapelle mit Steinen der Burgruine vom Drachenfels. 1827 musste die kleine Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

1833 wurde mit dem Kirchbau begonnen, der aber erst 1839 fertiggestellt wurde. Sie wurde wie die alte Kapelle der schmerzhaften Mutter geweiht. Pfr. Scheurer aus Honnef schenkte der Pfarrei den im Rennaissancestil gehaltenen Hauptaltar, den Pfr. Hambüchen später durch den Bildhauer Alfons Achilles umgestalten ließ. Pfr. Scheurer schenkte der Gemeinde eine Orgel, die früher in der Kirche Oberkassel gestandenen hatte. Sie wurde mehrmals erweitert und 1982 durch die Seifert – Orgel ersetzt. 1894 wurde mit dem Bau des Kirchturms begonnen.

Unter Pfr. Hambüchen (1943 – 82) erlebte die Pfarrei eine Hochblüte. Ittenbach entwickelte sich so zu einem kleinen Wallfahrtsort. Das Wallfahrtsbild zur „Mutter der Vermissten“ schuf 1946 die Ursuline M. Coelestine, eine Schwester von Pfr. Hambüchen. Kriegsschäden an der Kirche wurden beseitigt, Marienkapelle und eine Beichtkapelle angebaut. Die Fenster, von Schwester M. Coelstine entworfen, wurden eingesetzt, die Orgel wurde repariert. 1964 erhielt die Pfarrei 5 neue Glocken aus der Glockengießerei Mabilon in Saarburg. 1969/70 wurde die Kirche erweitert und 1970 von Kardinal Höffner konsekriert. Unter Pfr. Udo M. Schiffers wurde die Pfarrkirche 1992 renoviert, sie erhielt einen farbigen Innenanstrich. Zelebrationsaltar, Ambo, Taufbecken und Tabernakeltür wurden durch den Kölner Künstler Hein Gernot neu geschaffen. Durch eine große Spende konnte 2003 eine Truhenorgel anschafft werden, die nun einen flexiblen Einsatz von Musik im Gottesdienst ermöglicht.

Die Kirche hat 240 Sitzplätze in den Bänken. Wegen Vandalismus ist zurzeit außerhalb der Gottesdienstzeiten nur die Marienkapelle täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (im Winter bis 17:00 Uhr).

Gleich neben der Pfarrkirche steht unserer Gemeinde ein großer Raum in der Kirchstraße 21a zur Verfügung, in dem sich unser Gemeindeleben auf vielfältige Weise entfalten kann. Hier proben die Chöre, finden Kommunion- und Firmkatechese statt und es wird das gesellige Beisammensein gepflegt.

Außerhalb des Zeitraumes vom 1. Advent bis zum Drei-Königs-Tag kann der Philipp-Neri-Saal auch für private Veranstaltungen gemietet werden. An unseren kirchlichen Festwochenenden (Ostern, Weißer Sonntag, Pfingsten, usw.) sowie wenn kirchliche Aktionen geplant sind, steht der Saal nicht zur Vermietung zur Verfügung.

Der Saal ist 80 qm groß, fasst ca. 100 Personen, die Küche ist voll ausgestattet (incl. Industriespülmaschine), der Bereich ist behindertengerecht ausgebaut. Mit zu benutzen ist auch eine Terrasse.

Anfragen richten Sie bitte an unser Pfarrbüro.

Pfarrbüro Ittenbach

Telefon:02223 21882

Ein wenig versteckt liegt sie - die Outdoor-Kreuzweganlage in Ittenbach. Diese einzigartige Anlage mit ihren 14 großen aus Stein gearbeiteten Stationen liegt an der Logebachstraße / Ecke Mürener Weg am Ortsrand von Ittenbach. Durch ein schmiedeeisernes Tor betritt man den Kreuzweg. Hier kann man inmitten der Natur zur Ruhe kommen und sich auf sich und seinen Glauben besinnen.

Oftmals wurde die Kreuzweganlage in den vergangenen Jahren genutzt für den Kinder- und Jugendkreuzweg unserer Pfarreiengemeinschaft, für Kreuzwegandachten und Messen. Vielfach sieht man Spaziergängerinnen und Spaziergänger durch die Anlage gehen.

Die Anlage entstand in den 1950er Jahren auf eine Initiative des damaligen Pfarrers Heinrich Hambüchen und ist die einzige frei zugängliche Outdoor-Kreuzweganlage der Pfarreiengemeinschaft Königswinter - Am Oelberg. Nach und nach wurden - so erzählen es alteingesessene Ittenbacher - die einfachen Holzkreuze durch die Steinstationen ersetzt. Immer wenn wieder Gelder gesammelt waren, wurde eine neue Station in Auftrag gegeben. Vollendet wurde die Anlage erst im Jahr 1982. Die 14 masssiven Stationen aus Stein gestaltete der Königswinterer Steinmetz und Künstler Matthias Wagner. Die Finanzierung erfolgte komplett aus Mitteln von Pfarrer Hambüchen sowie Spenden aus unserer Pfarrei.

Möchten Sie die Kreuzweganlage finden, geben Sie in Ihr Navigationsgerät die Adresse "Logebachstraße 7, 53639 Königswinter-Ittenbach" ein. Die Anlage ist täglich geöffnet von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung für den Erhalt unserer Kreuzweganlage. Haben Sie Anregungen oder möchten selbst mit anpacken? Kommen Sie bitte auf uns zu. Auch über finanzielle Zuwendungen freuen wir uns sehr! Da die Anlage im Besitz der Kirchengemeinde Ittenbach ist, müssen wir diese auch eigenständig unterhalten. Kirchensteuereinnahmen dürfen nicht hierfür verwendet werden!

Unser Spendenkonto lautet:
    Kontonummer: DE 86 3806 0186 2500 1790 93
    Kontoinhaber: Kath. Pfarrgemeinde Ittenbach
    Verwendungszweck: Kreuzweg


Bis zu einem Betrag von 200,00 € reicht der Kontoauszug als Spendenquittung. Auf Wunsch stellen wir für höhere Beträge gerne eine Bescheinigung aus. Für Fragen zu dieser Anlage steht Ihnen unser Kirchenvorstand Carina Henseler-Leven (E-Mail: Carina.Henseler-Leven@kirche-am-oelberg.de) gerne zur Verfügung.

Der Kirchenvorstand dankt Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Die Kapelle wurde 1947 ursprünglich von dem damaligen Besitzer, Herr Heege, eingerichtet. In ihr feierten die Hotelgäste und das Hotelpersonal mit Steyler Patres aus St. Augustin den Sonntags-gottesdienst. Das Backsteingebäude stammt aus dem Jahr 1909, in dem sich auf der linken Seite der Eingang zur Kapelle befindet. Über der breiten holzgetäfelten Tür ist ein Kreuz und rechts gibt eine Tafel Auskunft darüber, dass es sich um die Sophienkapelle handelt, die „Unserer lieben Frau Königin des Friedens“ gestiftet ist „zum Dank für Gottes Schutz in schwerer Kriegsnot vom Besitzer des Sophienhofes, Herrn Ernst Schulte-Heege im Jahre 1947“.

Seit dieser Zeit wurden in der ersten Etage des Hauses in zwei Räumen Gottesdienste gefeiert, die zunehmend auch von Gläubigen besucht wurden, die nicht zum Sophienhof gehörten. Die Kapelle wurde daher 1957 in den erweiterten linken Teil des Hauses verlegt, wo ca. 50 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Hinter dem Altar sind rechts und links Buntglasfenster mit Heiligendarstellungen eingelassen. Die Lieder in den Gottesdiensten werden auf einer kleinen Orgel, die seit einigen Jahren ein Harmonium ersetzt, begleitet. Zu der Marienstatue, aufgestellt an einem seitlichen Mauervorsprung in der Kapellenmitte, fehlen nähere Angaben.

Auf dem Marienplatz in Ittenbach befindet sich die Mariensäule aus dem 18. Jahrhundert. Pfarrer Hambüchen ließ sie 1950 auf dem Marienplatz aufstellen. Anlass dafür könnte die feierliche Verkündigung des Dogmas von der Aufnahme Mariens in den Himmel gewesen sein. Die Mariensäule wurde von Prälat Feckes geweiht.

Soldatenfriedhof Ittenbach

Der Soldatenfriedhof befindet sich etwas unterhalb unserer Outdoor-Kreuzweganlage an der Logebachstraße. Dort begruben am 26. März 1945 Amerikaner einen deutschen Soldaten, der im Siebengebirge gefallen war. Nach und nach wurden weitere Soldaten hier bestattet und so entstand die Kriegsgräberstätte Ittenbach.

Regelmäßig wird am 1. November (Allerheiligen) eine Andacht auf dem Soldatenfriedhof abgehalten und der Opfer der Kriege gedacht. Die Freiwillige Feuerwehr Ortsgruppe Ittenbach führt zum Andenken und Erinnern eine Kranzniederlegung sowie eine Ehrenwache durch.