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Eudenbach Eudenbach

Sankt Mariä Himmelfahrt - Eudenbach

Eudenbach

Am östlichen Rand unseres Sendungsraumes liegt die Pfarrgemeinde Sankt Mariä Himmelfahrt. Mit der hölzernen Notkirche (im Volksmund der „Stall von Bethlehem“ genannt) begann im Jahr 1872 die Geschichte der Pfarrei. 1902 wurde sie selbständig, 1912 wurde die heutige Kirche als dreischiffige neoromanische Kirche nach Plänen des Architekten Friedrich Tasche aus Bonn errichtet.

Im Jahr 1917 wurde Eudenbach als 1.000. Pfarrei im Erzbistum Köln kanonische Pfarrei. Heute gehört neben der Pfarrkirche auch die Kapelle Kreuzerhöhung in Quirrenbach zu den Gotteshäusern der Pfarrei. Erbaut im Jahr 1734 wird sie heute noch regelmäßig genutzt für Gottesdienste und Andachten. 2025 leben in in unserer Pfarrgemeinde 939  Gemeindemitglieder.

Wir laden Sie herzlich ein, unseren sonntäglichen Gottesdienst in der Pfarrkirche um 9:30 Uhr zu besuchen und so den ersten Schritt zu tun, uns näher kennenzulernen.

Die Pfarrgemeinde Sankt Mariä Himmelfahrt in Eudenbach ist seit 1.1. 2008 Teil der Pfarreiengemeinschaft Königswinter - Am Oelberg. Sie gehört dem Sendungsraum Königswinter und der Pastoralen Einheit Siebengebirge im Erzbistum Köln an. Vorher war sie zusammen mit Buchholz, Windhagen und Aegidienberg zum Seelsorgebereich C, der als einziger im Erzbistum länderübergreifend organisiert war, zugeordnet. Ursprünglich gehörte die Gemeinde aber zum Kirchspiel Oberpleis. 1902 wurde sie selbständig und 1917 als 1.000. Pfarrei im Erzbistum Köln kanonische Pfarrei.

Zwei Gotteshäuser gehören zur Pfarrei, die Pfarrkirche  in Eudenbach und die Kapelle in Quirrenbach.

Der Bezirk der Pfarrgemeinde Eudenbach ist deckungsgleich mit der Gemarkung Oberhau („Oberer Hau“ Hau = Holzeinschlag). Die Pfarrangehörigen nennen sich folgerichtig auch Oberhauer. Der Gemarkungsname findet sich erstmals 1789 in einer preußischen Karte. Neben Landwirtschaft und Quarzitabbau in der Vergangenheit ist der Basaltabbau am Hühnerberg noch heute eine wichtige Erwerbsquelle.

15 Ortsteile bilden den Oberhau in der Bergregion von Königswinter. Die größten darunter sind Eudenbach, Quirrenbach, Sassenberg und Willmeroth. Quirrenbach wurde erstmals 948 in Protokollen des Kölner Erzbischofs Wichfrid (um 900 – 953 ) erwähnt.

Pfarrkirche Eudenbach

Sie wurde 1912 als dreischiffige neoromanische Kirche von Architekt Friedrich Tasche aus Bonn errichtet, der auch den Hochaltar in der Kirche in Niederdollendorf entworfen hat. 1917 wurde Eudenbach als 1000. Pfarrei im Erzbistum Köln selbständig.

Neben dem Hauptaltar steht links der Herz-Jesu-Altar und rechts den Marienaltar. Die Kirchenfenster wurden 1954 von Willy de Graaf aus Essen-Werden entworfen , wobei die beiden Rosetten – die Krönung Mariens im Himmel links und Mariä Verkündigung rechts - besonders hervorzuheben sind. Das Gemälde im Chorraum zeigt Mariä Himmelfahrt und wurde von der Kölner Künstlerin Marga Wagner 1988 geschaffen. Der Kreuzweg stammt aus 1892 und hat bereits in der hölzernen Notkirche von 1872 ( “Stall von Bethlehem” im Volksmund genannt ) gehangen. Das Taufbecken neben dem Turm stiftete 1918 die Familie Franz Josef Honnef aus Eudenbach. 1927 wurden 3 Glocken angeschafft, von denen 1942 die beiden größeren im Zuge der Kriegswirtschaft eingeschmolzen wurden; erst 1961 wurden sie zum 25 jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Kreuser ersetzt. Die Orgel der Fa. Walcker / Kleinblittersdorf bei Saarbrücken wurde 1989 von der Gemeinde gestiftet.

Nach der Liturgiereform wurde der Altarraum umgebaut, so dass der Zelebrant zum Volk hingewandt die Messe feiern konnte. Der jetzige Altar wurde ebenso wie der Ambo 2006 von Hans Gerhard Biermann von der Maria Laacher Bildhauerei gestaltet und enthält die Reliquien von Amantia und Candidus, römischen Märtyrern des 3. Jahrhunderts. Die beiden Ölbilder unter den Rosetten sind Reproduktionen der Stuppacher Madonna von Mathias Grünewald und des Gemäldes “Der tote Christus von einem Engel gestützt“ des spanischen Künstlers Alonso Cano. Sie wurden vom Künstler Wolfgang Hengstler aus Eudenbach gemalt und 2002 gestiftet.

Die Kirche bietet 200 Plätze, 20 Plätze auf zusätzlichen Stühlen, auf der Orgelempore ist Platz für einen Chor mit bis zu 25 Mitgliedern.

Die Kirche ist täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Adresse lautet Eudenbacher Straße 109, 53639 Königswinter.

Unsere Pfarrkirche im Bild

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Kapelle Quirrenbach

Die jetzige Kapelle wurde 1894 errichtet, ihre Vorgeschichte geht aber auf das Jahr 1734 zurück.

Zunächst wurde auf dem späteren Kapellenplatz ein Missionskreuz aufgestellt. Die erste Kapelle als Holzkonstruktion wurde noch im selben Jahr für 325 Reichstaler errichtet, „damit die Andacht bei verdrießlichem Wetter in Regen und Winter gehalten werden kann“. Sie wurde unter das Patronat „Exaltatio Sanctae Crucis“ Kreuzerhöhung (Fest am 14. September) gestellt.

1735 wurde die erste Glocke bei Meister Engelbert Fuchs aus Köln erworben. Die erste hl. Messe wurde nach Einholung der Erlaubnis des Kölner Generalvikars Johann Andreas von Franken-Sierstorff 1742 vom Dechanten des Dekanates Siegburg Johann Peter Jacobs gefeiert.

Die heute noch vorhandenen Statuen des Evangelisten Johannes und der Mutter Gottes wurden bereits 1738 erworben. 1741 schuf Bildhauermeister Isaac Ferber aus Flerzheim Corpus, Säulen, Laubwerk und zwei Engel für den Altarraum, sowie 1743 den Tabernakel.

1894 wurde die alte Fachwerkkapelle abgerissen und durch eine gemauerte ersetzt, nachdem bei einer Visitation der Zustand nur noch als „leidlich“ eingestuft worden war. Die neue Kapelle hat bei einer Grundfläche von 100 qm 60 Sitzplätze, das Kapellenareal beträgt 3,5 Ar.

1923 wurde berichtet, dass nur noch einmal im Monat die hl. Messe gefeiert wurde, denn inzwischen war in Eudenbach eine eigene Kirche errichtet worden.

1945 wurde die Kapelle durch heftigen Artilleriebeschuss durch amerikanische Truppen schwer beschädigt, 1947 aber wieder repariert. 1977 wurde eine Gedenktafel für die Toten der beiden Weltkriege enthüllt. 1979 erhielt die Kapelle durch eine Stiftung von Gerhard Uhlenbroch neue Fenster, die verschiedene Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen.

1984 feierte Quirrenbach das 250 - jährige Jubiläum, aus diesem Anlass wurde die Kapellenfassade renoviert. Seit 1999 findet jährlich zu Mariä Himmelfahrt eine Sakramentsprozession von Eudenbach nach Quirrenbach statt. 2009 wurde in feierlichem Rahmen die 275 Jahrfeier begangen.

Hl. Messe ist jeden 1. Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr und am Patrozinium, ferner wird das Totengebet bei Sterbefällen gebetet und in unregelmäßigen Abständen gibt es"Musik in der Kapelle".

Weitere Bilder zur Kapelle

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Eingang zum Pfarrheim

Das Pfarrheim befindet sich zwischen Pfarrhaus und Kindertagesstätte an der Eudenbacher Straße 111, 53639 Königswinter.

Es ist neben der Pfarrkirche der zentrale Ort des Gemeindelebens. Hier treffen sich die kirchlichen Gruppen zur Arbeit, zum Austausch und zum Feiern. Der Kirchenvorstand, der Ortsauschuss, Arbeitsgruppen, Sachausschüsse  und die kfd  tagen hier regelmäßig. Auch die Kinder- und Jugendarbeit sowie die religiöse Bildungsarbeit der Erwachsenen finden hier statt ebenso wie das Kirchenkino. Ferner nutzen einige Gruppen aus dem Oberhau das Pfarrheim.

Es besteht aus

einem unterteilbaren Saal ( Pfarrer-Johannes-Hertel-Saal ), (100 m² + 40 m²)
einem Medienraum (6 m²),
einem Sitzungsraum (15 m²)
einer voll eingerichteten Küche
den erforderlichen Toiletten.
 

Es wurde 2015 behindertengerecht umgebaut.


Das Pfarrheim kann auch für private Feiern gemietet werden.

Anfragen zur Vermietung richten Sie bitte an das Pfarrbüro per Tel.: 02244/2352 oder per Mail Pfarrbuero.Eudenbach@kirche-am-oelberg.de .

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Krippe Eudenbach

Die Eudenbacher Krippe 

Was wäre Weihnachten in  Eudenbach ohne die wunderschöne Krippe in der Kirche und den prächtigen Weihnachtsbaum mit all seinen Lichtern – einfach undenkbar für die meisten, egal ob jung oder alt. Ende der 1950 er Jahre stifteten Eugen und Gisela Römp die Krippe inkl. der Figuren. Die Figuren wurden von dem Königs-winterer Bildhauer und Töpfer Matthias Wagner geschaffen, der auch den Ittenbacher Kreuzweg an der Logebachstraße sowie die Eingangstür der Ittenbacher Pfarrkirche geschaffen hat. Der Stall wurde von Ehepaar Römp akribisch mit durchgeschnittenen Korken als Außenfassade versehen. Die Bekleidung der Tonfiguren wurde von Hilde Winkler unterstützt von Gisela Römp geschneidert, ebenso der dunkelgrüne Vorhang, der das Untergestell verdeckt. „Ich weiß noch genau, dass der Vorhang zunächst bis zum Boden reichte. Aber auf Wunsch von Pfarrer Kreuser, dem es dadurch zu kalt im Chorraum war, habe ich ihn gekürzt, denn der Verhang verdeckte auch den Lüftungskanal der Heizung...“, erinnert sich Hilde Winkler.

Am letzten Sonntag vor Heiligabend werden die handgefertigten großen Tonfiguren aus ihren Kisten geholt, liebevoll angekleidet. Nach dem Aufbau des Krippen-Untergestells, das Herbert Limbach seinerzeit gefertigt hat, beginnt die Feinarbeit: die Gestaltung der Krippenlandschaft mit Unmengen Moos Steinen und sonstigen Naturmaterialien, auf jedem Fall aber mit sehr viel handwerklichem Geschick und Liebe zum Detail. Jede Figur hat ihren festen Platz, egal ob die Heilige Familie im Stall, der strahlende Hirte mit seinen Schafen, die ehrerbringende Zigeunerin oder Ochs und Esel. Über allem wacht ein Engel und es erstrahlt der wegweisende Abendstern, den einem bereits beim Betreten der Kirche ins Auge fällt. Nur die Weisen aus dem Morgenland haben am Heiligabend im Stall zu Bethlehem noch nichts verloren – diese finden erst zum Dreikönigsfest am 6. Januar den Weg dorthin.

Mit viel Muskelkraft wird der bis zur Decke reichende Tannenbaum aufgestellt und mit unzähligen Kerzen versehen, die uns diese wundervolle Zeit erhellen. Zum Schluss folgt noch das Ausrichten der Figuren, damit jede von ihnen in ihrem besten Licht erscheint. 

Ilse Kurenbach

 

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Der Brunnen
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